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  • 10 Frauen aus meinem Umfeld, die mich inspirieren – Gedanken zum Weltfrauentag

    Einleitung 

    Nach meinem Abitur, einem Doppelabschluss im Bachelor und Master, habe ich mich bewusst entschieden, Hausfrau und Mutter zu sein. Nicht aus Mangel an Ambition – sondern aus Überzeugung. Und nein, ich „versinke“ nicht zwischen Wäschebergen und Windeln. Im Gegenteil.

    Ich habe Zeit. Zeit zum Lesen. Zeit zum Nachdenken. Zeit für Begegnungen.

    Und genau in dieser Zeit ist mir klar geworden, wie viele außergewöhnliche Frauen es gibt – Frauen, die gestalten, führen, kämpfen, aufbauen, verbinden. Frauen, die leise Großes tun.

    Diese Serie ist mein persönlicher Einblick in die Top 10 Frauen, die mich inspirieren – manche schon lange, manche ganz neu.

    Und ich beginne mit einer Frau, die nicht nur Projekte leitet – sondern Räume schafft.

    Safia Noor – Die Brückenbauerin

    Safia Noor – Eine Frau, die Brücken baut, wo andere Grenzen sehen

    Manche Menschen gründen einen Verein.

    Safia Noor gründete einen Ort.

    Mit drei Kindern, einem Hauptberuf als Bürokauffrau, freiberuflicher Tätigkeit als Dolmetscherin für Urdu, Punjabi und Hindi – und unzähligen Projektverantwortungen – steht sie als Gründerin und Vorstandsvorsitzende hinter dem Vereinshaus Nasira e.V.

    Doch Zahlen und Titel werden ihr nicht gerecht.

    Das Vereinshaus Nasira e.V. ist interkulturell, interreligiös und international ausgerichtet – aber vor allem ist es ein Raum für Würde. Für Begegnung. Für Orientierung.

    Mit rund 70 Mitwirkenden schafft Safia Strukturen, die Integration nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Realität begreifen.

    Sie leitet unter anderem:

    • das Projekt „Diskriminierung und antimuslimischer Rassismus“ (im Rahmen der CLAIM-Allianz),
    • das Projekt „Interkulturelle Integrationslotsen“,
    • interkulturelle Mediations- und Konfliktberatungen.

    Was mich besonders beeindruckt:

    Sie arbeitet an der Schnittstelle von Gesellschaft und Individuum.

    Sie begleitet Menschen zu Behörden, hilft beim Ausfüllen von Formularen, vermittelt bei Konflikten, organisiert Frauentreffs, Gesundheitsprojekte, Bildungsangebote. Sie baut Brücken zwischen Systemen und Menschen, zwischen Herkunft und Zukunft.

    Dabei ist sie selbst Mutter. Ehefrau. Berufstätige. Projektleiterin. Netzwerkerin.

    Und sie wirkt dabei nicht laut – sondern klar.

    Das Vereinshaus führt Projekte des Hessischen Ministeriums mit Unterstützung des Regierungspräsidiums durch, ist Mitglied im migrantischen Dachverband Hessen und arbeitet sowohl analog als auch digital. Integration wird hier nicht verwaltet – sie wird gestaltet.

    Was ich an Safia bewundere, ist ihre Haltung:

    Sie wartet nicht darauf, dass Strukturen gerechter werden. Sie baut sie selbst.

    Wer mehr über ihre Arbeit erfahren möchte, kann ihren Instagram Account nasira_ev besuchen.

    Und falls du dich engagieren möchtest – sie freut sich über Menschen, die mitwirken wollen.

    Sobia – Mitten im Menschsein

    Manche Frauen bauen Strukturen.
    Andere öffnen Räume im Inneren.

    Sobia ist für mich genau so eine Frau.

    Über sie bin ich überhaupt erst auf Safia gestoßen – und doch ist sie weit mehr als nur diese Verbindung. Sie ist eine Persönlichkeit, die mich durch ihre Tiefe, ihre Reflexion und ihre besondere Art zu denken beeindruckt.

    Was viele vielleicht nicht wissen: Sobia hat in ihrem Leben auch tiefes Leid erfahren und einen schweren Weg hinter sich. Gerade deshalb berührt mich ihre Geschichte so sehr. Denn anstatt daran zu zerbrechen, hat sie diesen Weg genutzt, um sich selbst zu finden – ihr wahres Ich, ihren Glauben und eine innere Ruhe, die man selten so authentisch erlebt.

    Ich bin ihr unglaublich dankbar dafür, dass sie ihre Geschichte mit mir geteilt hat. Es braucht Mut, so ehrlich auf das eigene Leben zu blicken und auch darüber zu sprechen.

    Heute nutzt sie genau diese Erfahrungen, um andere Menschen zu unterstützen. Besonders Frauen und Kinder begleitet sie dabei, Selbstregulationstechniken zu erlernen – Fähigkeiten also, die helfen, mit Emotionen, Stress und inneren Herausforderungen bewusster umzugehen. Gerade in einer Welt, die oft laut und schnell ist, schafft sie damit Räume für Ruhe, Reflexion und persönliches Wachstum.

    Was ich an ihr besonders bewundere, ist ihre Fähigkeit zur Reflexion. Sie kann über ihre Reise mit einer Klarheit sprechen, die zeigt, wie intensiv sie sich mit sich selbst, mit dem Leben und mit Gott auseinandergesetzt hat. Und gleichzeitig merkt man: Diese Reise ist noch nicht zu Ende.

    Vielleicht macht genau das sie so inspirierend. Sie ist nicht „angekommen“ im klassischen Sinne – sie ist unterwegs, bewusst und wach.

    Ein Satz von ihr ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

    “The moment we stop waiting at closed doors and step into the ones that have always been open, we discover the opportunities that were there all along.”

    Sobia plant, ihre Geschichte und ihre Gedanken irgendwann in einem Buch zu veröffentlichen. Und ehrlich gesagt: Ich freue mich schon jetzt darauf. Denn wenn ihre Worte auf Papier genauso kraftvoll sind wie in Gesprächen, dann wird das ein Buch, das viele Menschen berühren wird.

    Mehr über sie findet man auf ihrem Instagram Account mitten_im_mensch_sein und hier.

    Rameza – Die Feder, die Haltung zeigt

    Ein Bild von ihr habe ich bis heute vor Augen.

    Vor Palästina-Flaggen stand sie mitten in der Stadt. Nicht laut, nicht aggressiv – aber unübersehbar. Eine Aktion, mit der sie sich klar gegen den Krieg positioniert hat. Dieses Bild steht für mich sinnbildlich für Rameza: Mut, Haltung und die Bereitschaft, öffentlich Stellung zu beziehen.

    In Zeiten, in denen viele zögern, ihre Meinung klar auszusprechen, beeindruckt mich genau das an ihr. Sie versteckt sich nicht hinter vorsichtigen Formulierungen oder diplomatischen Floskeln. Sie formuliert präzise, pointiert und bleibt dabei immer nah am aktuellen Geschehen.

    Auf ihrem Instagram Account veröffentlicht sie regelmäßig Texte und Artikel, in denen sie gesellschaftliche und politische Themen aufgreift. Ihre Beiträge sind reflektiert, aktuell und klar positioniert – Gedanken, die viele fühlen, aber nur wenige so deutlich formulieren.

    Dabei bleibt sie nicht nur Beobachterin: Sie bringt sich aktiv in politische Gespräche ein, sucht den Austausch mit Politikerinnen und Politikern und versucht, ihre Perspektiven konstruktiv einzubringen. Für mich zeigt das, dass Engagement nicht nur aus Kritik besteht, sondern auch aus dem Willen, Dinge mitzugestalten.

    Ich habe einmal gelesen, dass sie sich sogar vorstellen könnte, eines Tages Bürgermeisterin zu werden. Und ehrlich gesagt: Diese Ambition finde ich bewundernswert. Menschen, die Missstände sehen und gleichzeitig bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sind selten.

    Vielleicht ist es kein Zufall, dass ihr Account „Die Feder“ heißt. Denn Worte sind ihr Werkzeug – und sie nutzt sie bewusst.

    Wer ihre Texte lesen oder mehr über ihre Arbeit erfahren möchte, findet über ihren Linktree eine Übersicht ihrer Artikel, Projekte und Veröffentlichungen.

    Khola Maryam Hübsch – Klug, mutig, heldenhaft

    Manche Menschen begleiten einen über Jahre, ohne dass sie es wissen.

    Für mich ist Khola Maryam Hübsch genau so eine Persönlichkeit. Seit meiner Schulzeit verfolge ich ihre Arbeit – und jedes Mal, wenn ich sie im Fernsehen sehe oder einen ihrer Beiträge lese, denke ich mir: Genau so kann öffentlicher Diskurs aussehen.

    Ihr Kürzel KMH steht für mich für drei Dinge: klug, mutig und heldenhaft.

    Was mich an ihr besonders fasziniert, ist diese seltene Kombination aus analytischer Schärfe und spiritueller Tiefe. Sie bewegt sich selbstverständlich zwischen gesellschaftlichen Debatten, politischen Diskussionen und religiösen Fragen – ohne dabei belehrend zu wirken.

    Ihre öffentlichen Auftritte, sei es im Fernsehen oder auf Social Media, haben für mich etwas sehr Klarstellendes. Sie spricht ruhig, aber mit Überzeugung. Präzise, aber verständlich. Und vor allem: mit einer Haltung.

    Besonders beeindruckend finde ich auch ihre Podcasts bei Revue der Religionen. Wer ihnen zuhört, merkt schnell: Hier geht es nicht um oberflächliche Antworten, sondern um echtes Verstehen. Ihre Gespräche öffnen Perspektiven, stellen Fragen, die man sich selbst vielleicht nie gestellt hätte – und lassen einen oft mit einem erweiterten Blick auf Glauben, Gesellschaft und Identität zurück.

    Und dann ist da noch ein Buch in meinem Regal: Rebellion der Sehnsucht.

    Für mich ist dieses Buch ein kleines Diamantstück. Ich glaube, kaum ein anderes in meiner Sammlung ist so voller Markierungen. Fast jede zweite Seite hat einen Satz, der hängen bleibt, der zum Nachdenken zwingt oder etwas in Worte fasst, das man selbst schon lange gefühlt hat.

    Khola Maryam Hübsch vereint Wissen über die Welt mit einem tiefen Verständnis für Glauben. Und vielleicht ist genau diese Verbindung das, was sie so inspirierend macht.

    Wenn ich ehrlich bin, hat sie mich auch auf eine ganz persönliche Weise beeinflusst. Ein Stück meiner Motivation, selbst zu schreiben und meine Gedanken öffentlich zu teilen, kommt von ihr. Natürlich auf meine eigene Art und Weise – aber der Mut, überhaupt darüber nachzudenken, hat auch mit solchen Vorbildern zu tun.

    Manchmal braucht es genau solche Stimmen: Menschen, die zeigen, dass Intellekt, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung sich nicht ausschließen – sondern gegenseitig stärken können.

    Shazia – Die Stimme des echten Lebens

    Manche Menschen beeindrucken nicht durch große Worte, sondern durch ihre Art zu leben.

    Shazia ist für mich genau so eine Person. Kennengelernt habe ich sie ursprünglich über die  Ahmadi Muslimischen Studentinnen Vereinigung Deutschland (AMSV). Schon damals fand ich sie unglaublich sympathisch – warm, offen und authentisch.

    Aber so richtig berührt hat mich Shazia später durch ihren Podcast Extrem Normal.

    Der Titel beschreibt eigentlich perfekt, was ich an ihr so inspirierend finde. In einer Welt, in der ständig nach außergewöhnlichen Lebensläufen gesucht wird, zeigt sie, dass ein erfülltes Leben auch einfach „extrem normal“ sein darf – mit all seinen Herausforderungen, Gedanken und kleinen Momenten.

    Ich merke immer wieder, dass ich mich richtig auf neue Folgen freue. Es ist einer dieser Podcasts, bei denen man nicht nur zuhört, sondern sich gleichzeitig verstanden fühlt.

    Was mich an Shazia besonders beeindruckt: Sie verkörpert für mich eine liebevolle, kreative Mutter – und gleichzeitig eine Frau, die ihren eigenen Weg konsequent gegangen ist. Neben Familie und Alltag hat sie auch noch einen Doktortitel erreicht. Eine Leistung, die viel Disziplin, Ausdauer und Leidenschaft verlangt.

    Und dann ist da noch ihre wunderbare Website: Snoorm.de

    Dort merkt man schnell, wie viel Kreativität und Persönlichkeit in ihrer Arbeit steckt. Alles wirkt durchdacht, authentisch und gleichzeitig leicht.

    Wenn ich an Shazia denke, sehe ich vor allem eines: ein Lächeln.Sie ist eine dieser Personen, die einem einfach positiv im Gedächtnis bleiben.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass sie nicht nur geistig aktiv ist, sondern auch körperlich – sportlich, energiegeladen und immer in Bewegung.

    Für mich steht sie für eine Art von Inspiration, die oft unterschätzt wird: Das Leben aktiv, liebevoll und neugierig zu gestalten – ohne dabei die eigene Bodenständigkeit zu verlieren.

    Shiba – Von Mathe zu Masala

    Manche Menschen begleiten einen länger, als sie vielleicht selbst wissen.

    Shiba kenne ich tatsächlich schon aus meiner Kindheit. Damals war sie meine Mathe-Nachhilfelehrerin – und meine erste Anlaufstelle, wenn ich mit dem Fahrrad zu ihr fuhr, um Hilfe bei meinen Hausaufgaben zu bekommen.

    Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. Sie war immer geduldig, locker und herzlich.

    Heute, viele Jahre später, sehe ich sie wieder – nur in einer ganz anderen Rolle. Aus der Mathelehrerin ist eine leidenschaftliche Köchin geworden, die ihre Rezepte mit einer großen Community teilt.

    Auf ihrem Account shibaskitchen und ihrer Website Shiba’s Kitchen zeigt sie, wie unkompliziert und gleichzeitig unglaublich lecker pakistanische Küche sein kann.

    Ihre Seite ist für mich mittlerweile so etwas wie eine kleine Rettungsstation in der Küche. Wenn ich plötzlich viel zu viele Zucchini zu Hause habe und nicht weiß, was ich damit anfangen soll – schaue ich bei Shiba vorbei. Wenn ich meinen Mann mit einem richtig guten pakistanischen Gericht überraschen möchte – ebenfalls.

    Ihre Rezepte sind einfach erklärt, alltagstauglich und gleichzeitig voller Geschmack. Genau die Art von Kochen, die man gerne in den eigenen Alltag integriert.

    Und ihre Kochbücher sind tatsächlich die einzigen Kochbücher, die ich besitze.

    Ein kleines Dankeschön – für ihr Investment in mich damals als Kind. Denn manchmal merkt man erst Jahre später, wie sehr Menschen einen geprägt haben.

    Maniza – Freundschaft, Talent und ein Blick für besondere Momente

    Manche Menschen werden Teil deines Lebens – und bleiben es.

    Maniza gehört für mich genau zu diesen Menschen. Sie ist nicht nur eine inspirierende Frau in meinem Umfeld, sondern auch eine meiner engsten Freundinnen.

    Unsere Verbindung begann schon viel früher, noch bevor wir Mütter wurden. Wir haben gemeinsam in einer Studentenwohnung gelebt und schon damals gemerkt, dass wir auf derselben Wellenlänge sind. Diese Mischung aus Gesprächen, Lachen und gemeinsamen Momenten hat eine Freundschaft entstehen lassen, die bis heute trägt.

    Später kam eine weitere besondere Phase dazu: Unsere Erstgeborenen sind im gleichen Alter. Das bedeutet, wir haben das Mutterwerden quasi gemeinsam erlebt – mit all den Fragen, Unsicherheiten, Freuden und kleinen Chaosmomenten, die dazugehören.

    Was ich an Maniza besonders liebe, ist ihr Humor. Sie ist unglaublich witzig und gleichzeitig unglaublich talentiert. Diese Kombination haben wir besonders während unserer gemeinsamen ehrenamtlichen Tätigkeiten erlebt. In dieser Zeit konnte ich viel von ihr lernen – nicht nur organisatorisch oder kreativ, sondern auch menschlich.

    Und dann gibt es noch einen Moment, der für immer mit ihr verbunden bleibt: Maniza war meine Hochzeitsfotografin.

    Es gibt kaum jemanden, dem ich diesen Job lieber anvertraut hätte. Sie hat ein besonderes Auge für Emotionen und echte Momente – genau das, was gute Fotografie ausmacht.

    Auf ihrem Instagram-Account M|M Event Photography zeigt sie ihre Arbeit, und ich kann sie wirklich jedem empfehlen, der authentische und gefühlvolle Bilder liebt.

    Und als wäre das nicht genug Kreativität, hat sie inzwischen noch ein weiteres Projekt gestartet: Noor and Nila. Dort entstehen wunderschöne Produkte, von denen ich mir auch schon ein Set gegönnt habe – und ich kann nur sagen: absolut empfehlenswert.

    Maniza ist für mich eine dieser Frauen, die Kreativität, Humor und Freundschaft so selbstverständlich miteinander verbinden, dass man sich einfach glücklich schätzt, sie im eigenen Leben zu haben.

    Tuba – Worte, Organisation und kreative Energie

    Tuba kenne ich schon seit meiner Jugend. Schon damals ist mir etwas an ihr aufgefallen, das bis heute geblieben ist: ihre Offenheit und ihre besondere Art mit Worten umzugehen. Sie war immer jemand, der Gedanken klar formulieren konnte – eloquent, reflektiert und gleichzeitig nahbar.

    Umso schöner ist es für mich heute zu sehen, wie aktiv und vielseitig sie ihre Talente einsetzt.

    Über ihren Instagram-Account tubarahmann bekommt man einen Eindruck davon, wie breit ihr Engagement ist: Sie tritt bei Poetry-Slam-Events auf, schreibt eigene Texte, arbeitet im Team der Revue der Religionen mit und gehört zu den Menschen, die aktiv am Aufbau eines muslimischen Netzwerks beteiligt sind.

    Was mich an Tuba besonders beeindruckt, ist diese Kombination aus künstlerischem Ausdruck und organisatorischer Stärke. Ich hatte auch schon die Gelegenheit, mit ihr zusammenzuarbeiten – und war ehrlich gesagt ziemlich geflasht von ihrem Organisationstalent und ihrer Professionalität. Ein Niveau, das man wirklich nicht oft erlebt.

    Sie ist eine Künstlerin, die ihre Stimme auf unterschiedlichen Ebenen einsetzt: in Texten, auf Bühnen, in Projekten und Netzwerken. Und genau diese Vielseitigkeit macht sie für mich so inspirierend.

    Ramisha – Worte, die nachwirken

    Manche Menschen schreiben Texte.
    Und manche Menschen schreiben Texte, die bleiben.

    Ramisha gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

    Über ihren Instagram-Account ramisha.khw teilt sie Gedanken, die reflektierend, kritisch und gleichzeitig unglaublich tiefgründig sind. Ihre Texte haben eine besondere Qualität: Sie bringen einen zum Nachdenken, manchmal auch zum Schmunzeln – und oft dazu, einen Moment länger über etwas nachzudenken.

    Für mich sind ihre Texte ein bisschen wie für andere eine gute Tasse Kaffee. Etwas, worauf man sich freut. Etwas, das man bewusst genießt.

    Doch ihre Persönlichkeit hört beim Schreiben nicht auf. Ramisha ist jemand, der ständig neue Ideen und Projekte entwickelt – oft mit dem Ziel, etwas Positives für andere Menschen zu schaffen. Hinter diesem Engagement steckt auch ihre eigene Lebensreise. Sie hat selbst eine sehr spannende und prägende Zeit hinter sich, die ihr eine besondere Perspektive auf das Leben geschenkt hat.

    Ich bin ihr unheimlich dankbar für das Vertrauen, ihre Geschichte mit mir zu teilen. Solche Einblicke sind nicht selbstverständlich.

    Was ich an ihr besonders bewundere: Schwierigkeiten haben sie nicht gebremst. Im Gegenteil – sie scheinen ihr eine unglaubliche Energie gegeben zu haben, Dinge für andere Menschen zu bewegen und Gutes zu schaffen.

    Und vielleicht macht genau das ihre Texte so besonders. Sie entstehen nicht nur aus Gedanken – sondern aus Erfahrung.

    Dazu kommt noch ihre Persönlichkeit: intelligent, witzig und – wie manche sagen würden – einfach eine richtig „coole Socke“. Sie ist einer dieser Menschen, deren Anblick allein schon ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

    Und vielleicht ist es kein Zufall, dass sie hier am Ende dieser Liste steht. Denn tatsächlich war sie die Person, die mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hat, diesen Blog zu schreiben und diese inspirierenden Frauen sichtbar zu machen.

    Manchmal braucht es nur einen Gedanken, einen Impuls – und plötzlich entsteht etwas Neues.

    Du – die Leserin

    Die zehnte Person auf dieser Liste bist vielleicht… du.

    Die Frau, die sich die Zeit genommen hat, diesen Artikel zu lesen. Die bereit war, über den eigenen Alltag hinauszuschauen und sich mit den Geschichten anderer Frauen zu beschäftigen.

    Allein das ist schon etwas Besonderes. In einer Welt, in der wir oft nur mit uns selbst, unseren To-do-Listen und unserem eigenen Tempo beschäftigt sind, braucht es einen bewussten Moment, um innezuhalten und sich inspirieren zu lassen.

    Vielleicht hast du in einer dieser Frauen etwas entdeckt – Mut, Kreativität, Klarheit, Engagement oder einfach Menschlichkeit – das auch in dir schlummert.

    Und falls dieser Text gerade von einem Mann gelesen wird: Dann teile ihn doch gerne mit einer Frau aus deinem Umfeld, die dich inspiriert.

    Denn eigentlich gehört diese zehnte Kategorie nicht nur einer Person.
    Sie gehört auch all den Freundinnen, Bekannten und Wegbegleiterinnen um mich herum, die mein Leben allein durch ihre Präsenz liebenswerter machen.

    Manchmal sind es nicht große Titel oder öffentliche Auftritte, die Menschen inspirierend machen – sondern ihre Art zu sein.

    Schlusswort

    Wenn ich auf diese Liste schaue, fällt mir etwas auf: All diese Frauen bewegen etwas. In meinem Leben – und in den Leben vieler Menschen um sie herum.

    Und sie alle haben noch etwas gemeinsam: Sie sind Musliminnen.

    Ist das nicht ein Moment, um kurz innezuhalten und sich zu fragen, wie wundervoll eine Religion sein kann, die so viel Mut, Kreativität, Wissen und Engagement hervorbringt? Frauen, die mit oder ohne Tuch über dem Kopf schreiben, diskutieren, organisieren, gestalten, führen, lehren, kochen, fotografieren und inspirieren.

    Natürlich verbindet viele von ihnen ihre Kunst. Und natürlich verbindet sie ihr Glaube.

    Aber am Ende gibt es noch etwas Größeres, das uns alle verbindet: Menschlichkeit.

    Und vielleicht ist genau das die schönste Gemeinsamkeit von allen.