Schlagwort: Gelassenheit

  • Perfektionismus adieu – Eine neue Definition von Erfolg

    Ich habe gelernt: Es muss nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein. Es muss ehrlich sein. Und das reicht oft schon.

    🎯 Muss es perfekt sein?

    Diese Frage begleitet mich schon lange – und sie hat sich vor allem während meines Auslandsstudiums verändert. Ich war vorher sehr strukturiert, ehrgeizig, zielorientiert. Man könnte auch sagen: typisch deutsch. Alles sollte „richtig“ sein. Fehler bedeuteten fehlende Sorgfalt. Unvollständigkeit war undenkbar.

    Dann kam Frankreich.

    Es war der Tag vor einer Abgabe, und ich saß mit meinen Mitstudierenden in der Bibliothek. Ich war nervös, wollte nochmal alles kontrollieren. Doch meine französischen Kommilitonen blieben ganz entspannt.
    „On fait ce qu’on peut – mehr geht nicht.“
    Was für mich zunächst wie Nachlässigkeit klang, wurde zu einer Lebenslektion. Sie waren ruhig. Gelassen. Und das Ergebnis? Immer noch gut – vielleicht nicht perfekt, aber gut genug. Und das reichte völlig aus.

    Was mich das gelehrt hat

    Ich begann mich zu fragen:

    • Muss der Haushalt perfekt sein, um ein Zuhause zu sein?
    • Muss ein Projekt bis ins letzte Detail durchgeplant sein, um Wirkung zu entfalten?
    • Muss ein Buch tausendfach verkauft werden, um wertvoll zu sein?

    Die Antwort war immer häufiger: Nein.

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der alles optimiert wird. Elternschaft. Karriere. Beziehungen. Selbstfürsorge. Doch genau dieser Druck, immer mehr, immer besser, immer weiter zu müssen, erzeugt: Stress.

    ✍️ Schreiben ohne Druck

    Als ich mein Buchprojekt begann, wusste ich: Ich will es nicht perfekt machen. Ich will es echt machen.
    Nicht alles darin ist poliert. Manche Geschichten sind roh, direkt, aus einem Gedanken entstanden. Und genau das macht sie greifbar. Menschen erkennen sich in der Unvollkommenheit wieder – weil sie selbst nicht perfekt sind.

    Ich habe „Adieu, Stress!“ nicht geschrieben, um mit literarischen Meisterwerken zu konkurrieren. Sondern um zu sagen:
    Du bist gut, auch wenn du nicht alles perfekt machst.
    Das zu spüren ist viel wertvoller als jeder Preis.

    🧠 Erfolg neu gedacht

    Heute definiere ich Erfolg anders.
    Nicht in Zahlen.
    Nicht in Applaus.
    Sondern in Momenten.

    Wenn mir eine Mutter schreibt, dass sie durch mein Buch wieder Hoffnung schöpft.
    Wenn ein junger Mensch eine Geschichte liest und sagt: „Das hat mir geholfen.“
    Dann ist das für mich Erfolg.

    🛑 Perfektion ist kein Ziel mehr

    Ich darf lernen. Ich darf Fehler machen. Ich darf Umwege gehen.
    Und du auch.
    Denn oft liegt genau dort die Magie: In der Echtheit. Im Mut zur Lücke. In der Entscheidung, einfach mal nicht perfekt zu sein – und es trotzdem (oder gerade deswegen) gut zu machen.

    👉 Im nächsten Blog erzähle ich dir, welche Rolle meine Heimatstadt Balingen für mich spielt – und warum ich sie in meinem Buch bewusst erwähne.

  • Adieu, Stress! – Das Buch hinter dem Titel

    Viele fragen uns: Ihr seid so entspannt mit Kind – wie macht ihr das? Das war der Startschuss für ‚Adieu, Stress!‘ – eine Sammlung von Geschichten, die zeigen, wie innere Ruhe möglich ist.

    💬 „Ihr seid so entspannt – wie macht ihr das?“

    Diese Frage wurde meinem Mann und mir in den ersten Monaten nach der Geburt unseres Sohnes immer wieder gestellt. Es klang fast schon wie ein Vorwurf – als ob Gelassenheit mit Kind ein Verbrechen wäre. Dabei lebten wir einfach unser Tempo, unsere Prioritäten, unser „weniger ist mehr“. Und irgendwann sagte ich zu ihm:
    „Weißt du was? Wir schaffen dieses Wort Stress einfach ab.“

    So entstand der Titel meines ersten Buchs: Adieu, Stress!
    Ein Abschied – ganz bewusst, ganz entschieden. Aber auch liebevoll. Denn Stress ist nicht immer schlecht. Manchmal treibt er uns an. Aber oft raubt er uns Energie – und den Blick für das Wesentliche. Mein Buch will diesen Blick zurückbringen.

    📖 Was steckt drin?

    Adieu, Stress! ist eine Sammlung von 120 Kurzgeschichten, jede nur eine Seite lang. Die Geschichten drehen sich um Alltagsthemen, die uns alle betreffen:

    • Entscheidungen
    • Veränderungen
    • Finanzen
    • Arbeitsleben
    • Austausch
    • Dankbarkeit
    • Kommunikation
    • Problemlösung
    • Wahrnehmung

    Ich habe sie in diese Kapitel aufgeteilt, um jeweils einen thematischen Schwerpunkt setzen. Jede Geschichte beginnt mit einem Zitat und lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten. Einige Texte sind sehr persönlich, andere beobachtend oder komplett fiktiv. Doch sie alle haben ein Ziel:
    Impulse geben, zum Nachdenken anregen, Gelassenheit fördern.

    ✍️ Warum so kurz?

    Unsere Aufmerksamkeitsspanne hat sich verändert. Social Media hat unsere Lesegewohnheiten geprägt. Ich wollte darauf reagieren – nicht mit noch mehr Ablenkung, sondern mit Konzentration:
    Eine Seite. Eine Geschichte. Ein Gedanke.

    Diese Kürze macht das Buch besonders geeignet für Menschen, die sagen: „Ich habe keine Zeit zu lesen.“
    Und gerade das ist das Paradoxe: Oft brauchen wir gerade dann, wenn wir keine Zeit haben, ein paar Minuten, um uns zu sammeln. Eine Seite kann reichen, um den Blickwinkel zu verändern.

    👥 Für wen ist das Buch?

    Ursprünglich habe ich es nur für mich geschrieben. Dann für meinen Mann – als Test, wie ein Online-Verkauf funktionieren könnte. Heute sehe ich das Buch als eine Einladung:
    An überforderte Mütter, die spüren, dass es auch anders gehen kann.
    An die Generation Z, die Orientierung sucht in einer lauten Welt.
    An alle, die bereit sind, sich selbst besser kennenzulernen – mit Leichtigkeit statt Leistungsdruck.

     Warum „Adieu“?

    Das französische Wort „Adieu“ hat für mich viele Bedeutungen. Ich habe selbst einige Monate in Frankreich gelebt. Mein Mann kommt aus Spanien, wo man ähnlich „Adiós“ sagt. Und in beiden Sprachen klingt etwas mit: ein Abschied mit Frieden. Ein Loslassen, das in sich rund ist.
    Und: Ich glaube an Gott – und für mich ist das „Adieu“ auch ein liebevoller Blick nach oben.

    👉 Im nächsten Blog erzähle ich, warum Perfektion nicht mein Ziel ist – und wie ich gelernt habe, Stress durch imperfektes Handeln zu reduzieren.