Schlagwort: Empathie

  • Lernen durch Vielfalt – Was ich von Kulturen lernte

    In Frankreich lernte ich Gelassenheit, in Kanada Pragmatismus, in Pakistan Dankbarkeit – und hier in Deutschland lerne ich, alles zu verbinden.

    🌍 Zwischen Sprachen, Ländern und Lebenswelten

    Wer in mehr als einer Kultur lebt, kennt das Gefühl: Nichts ist selbstverständlich – und genau das ist ein Geschenk.
    Ich hatte das Glück, mehrere Länder intensiv zu erleben: Frankreich, Kanada, Pakistan, Deutschland. Jedes Land war anders – in Mentalität, Tempo, Umgang mit Stress, Kommunikation, Erwartungen.
    Und jedes Land hat mich etwas gelehrt, das ich heute in mein Leben, mein Schreiben und mein Unternehmen einfließen lasse.

    🇫🇷 Frankreich: Gelassenheit im Chaos

    In Frankreich habe ich gelernt, dass Stress nicht automatisch entsteht, nur weil viel zu tun ist.
    Meine Kommiliton:innen blieben selbst am Tag vor einer wichtigen Abgabe entspannt. „Man macht, was man kann – und dann ist es gut.“
    Dieser Satz hat mich geprägt. Ich war es gewohnt, alles perfekt machen zu wollen. In Frankreich sah ich zum ersten Mal, dass es auch gut genug sein darf.
    Nicht aus Faulheit – sondern aus Vertrauen.

    🇨🇦 Kanada: Offenheit & Pragmatismus

    Kanada hat mir gezeigt, wie viel Kraft in Diversität steckt. Ich habe dort mit Menschen aus der ganzen Welt zusammengearbeitet – jeder brachte eine andere Perspektive mit, und trotzdem funktionierte das Miteinander.
    Kanadier:innen haben eine wunderbar pragmatische Art, Dinge anzugehen: lösungsorientiert, freundlich, direkt.
    Das hat mich gelehrt, Probleme nicht zu dramatisieren, sondern zu lösen – gemeinsam.

    🇵🇰 Pakistan: Dankbarkeit & Perspektivwechsel

    Ich bin in einer Familie mit pakistanischen Wurzeln aufgewachsen. Während viele hierzulande über Zeitmangel oder Meetings klagen, ist in Pakistan der Stress ein anderer:
    Es geht oft ums Überleben.
    Wasser, Strom, Bildung – das sind dort keine Selbstverständlichkeiten.
    Diese Erfahrung hat mich früh sensibilisiert: Für mich ist Stress heute nicht gleich Stress. Ich weiß, wie gut es uns hier geht – und ich versuche, diesen inneren Maßstab beizubehalten.

    🤝 Warum Vielfalt mich stark gemacht hat

    Durch die Vielfalt, die ich erleben durfte, habe ich gelernt:

    • Empathie ist erlernbar.
    • Gute Kommunikation überwindet Missverständnisse.
    • Stress entsteht oft durch unrealistische Erwartungen – nicht durch Realität.

    Ob im Buch oder im Unternehmen Haadi – meine Geschichten und Projekte leben von dieser Erfahrung. Ich möchte Menschen helfen, kulturelle Unterschiede nicht als Barriere, sondern als Schatz zu sehen. Denn jeder Mensch trägt etwas Wertvolles bei.

    ✍️ Vielfalt im Buchformat

    Auch in meinem Buch Adieu, Stress! spiegeln sich diese kulturellen Erfahrungen wider.
    Einige Geschichten erzählen von Sprachbarrieren, von Begegnungen mit „anderen“, von kleinen Missverständnissen mit großer Wirkung – aber auch von dem, was uns verbindet, ganz unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe.

    Ich glaube daran, dass Vielfalt keine Modeerscheinung ist, sondern eine Lernchance für uns alle.

    👉 Im nächsten Blog geht es um ein zentrales Thema meines Buchs: Stress – und warum dieser Begriff je nach Herkunft völlig unterschiedlich erlebt wird.

  • Wenn Geschichten Brücken bauen – Warum ich schreibe

    Ich habe über 450 Geschichten geschrieben – manche persönlich, manche fiktiv. Aber eines verbindet sie alle: sie wollen zum Nachdenken anregen. Nicht belehren, sondern begleiten.

    🌉 Worte als Verbindung

    Manchmal ist es ein stiller Gedanke, manchmal ein Gespräch, das nachhallt – und manchmal ist es einfach der Wunsch, verstanden zu werden. Für mich sind Geschichten mehr als Unterhaltung. Sie sind Brücken. Brücken zwischen Kulturen, Generationen, Perspektiven – und manchmal auch zwischen zwei Menschen, die sich im echten Leben vielleicht nie begegnen würden.

    Ich habe nie geplant, Autorin zu werden. Und doch schreibe ich seit Jahren. Still, für mich, abends auf dem Sofa, mit einer Tasse Tee in der Hand. Es war mein Rückzugsort – und mein Ventil.

    📝 Aus Gedanken wurden Geschichten

    2019 begann ich, erste Kurzgeschichten zu verfassen. Ohne Ziel, ohne Plan – einfach, weil es mir half, das Erlebte zu ordnen. Während meines dualen Masters, parallel zum Beruf und mitten in der Pandemie, war das Schreiben mein ruhiger Gegenpol. Es half mir, Dinge zu verarbeiten, sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten – und oft sogar: zu verstehen.

    Ich schrieb auf Englisch, weil mein Studium und mein Umfeld international waren. Die Sprache floss, und mit ihr die Gedanken. Erst später übersetzte ich die Geschichten ins Deutsche, um sie auch meiner Familie und meinem Umfeld zugänglich zu machen. Dabei merkte ich: Diese Geschichten sind nicht nur für mich. Sie berühren andere. Sie geben Anstoß, Trost, Inspiration.

    📚 Ein Buch, das verbinden soll

    Als mein Mann und ich überlegten, wie wir seine Idee einer Online-Selbstständigkeit verwirklichen könnten, entstand unser erstes Produkt: mein Buch. Ein echtes Herzensprojekt – „Adieu, Stress!“ war geboren. Eine Sammlung von 120 Kurzgeschichten, jeweils nur eine Seite lang, eingeteilt in sieben Themenbereiche, die uns im Alltag begegnen: Entscheidungen, Veränderungen, Finanzen, Arbeitsleben, Austausch, Dankbarkeit – und immer wieder: das Leben selbst.

    Ich möchte mit diesen Geschichten Mut machen. Nicht, weil ich alles besser weiß – sondern weil ich weiß, wie wertvoll es ist, sich in den Erfahrungen anderer wiederzufinden. Besonders Mütter, junge Erwachsene oder Menschen in Umbruchsituationen sollen sich angesprochen fühlen.

    🧠 Geschichten, die haften

    Warum Geschichten? Weil Wissen allein nicht reicht. Wir wissen viel – aber wir handeln nur dann anders, wenn etwas uns emotional berührt. Wenn ein Bild im Kopf entsteht. Eine Szene. Eine Stimme. Eine Botschaft. Und genau das können Geschichten leisten. Sie bleiben im Gedächtnis – leise, aber dauerhaft.

    Ich habe bewusst auch fiktive Charaktere entwickelt, um bestimmte Lektionen auf metaphorische Weise zu vermitteln. Denn manchmal hilft ein Gespräch mit einem Käfer mehr als eine wissenschaftliche Abhandlung.

    👉 Im nächsten Blog erzähle ich dir, wie es zu unserem Buchtitel „Adieu, Stress!“ kam – und warum wir das Thema Stress neu definieren wollen.